Das Portfolio besteht fast vollständig aus Aktien, aufgeteilt in Einzelaktien und einige breit gestreute sowie thematische ETFs. Auffällig ist der hohe Anteil an großen Technologiewerten und Verteidigungsunternehmen, ergänzt durch einen Energiesektor-ETF und ein Gold-ETC. Diese Mischung verbindet wachstumsorientierte Titel mit konjunktur- und geopolitiksensiblen Bereichen. Wichtig ist dabei: Die Datenbasis umfasst nur rund fünf Monate, sodass sich keine belastbaren Aussagen über „typisches“ Langfristverhalten ableiten lassen. Insgesamt zeigt die Struktur einen klaren thematischen Schwerpunkt statt sehr breiter Streuung, was die Chancen und Risiken stärker an wenigen Bereichen bündelt, auch wenn mehrere ETFs eine Grunddiversifikation mitbringen.
In der kurzen beobachteten Phase von etwa fünf Monaten wuchs ein Einsatz von 1.000 € auf 1.014 €, was einem jährlichen CAGR von 3,53 % entspricht. CAGR ist die durchschnittliche Jahresrendite, so als würdest Du die gesamte Fahrtgeschwindigkeit eines Autos über eine lange Strecke mitteln. Im Vergleich dazu liefen sowohl der US-Markt als auch der globale Markt in diesem Zeitraum deutlich besser. Gleichzeitig war der maximale Rückgang des Portfolios mit -13,76 % merklich tiefer als bei den Benchmarks. Da der Zeitraum extrem kurz ist und nur eine bestimmte Marktphase abbildet, sagen diese Unterschiede wenig über das langfristige Potenzial oder typische Risiken aus.
Die Monte-Carlo-Projektion simuliert mit 1.000 Durchläufen, wie sich 1.000 € über 15 Jahre entwickeln könnten, basierend auf den beobachteten Schwankungen und Renditen. Man kann sich das wie viele alternative „Was-wäre-wenn“-Kurse derselben Reise vorstellen. Der Medianwert von 2.781 € und die relativ breite Spanne zeigen, dass das Modell sowohl starke Zuwächse als auch eher verhaltene Entwicklungen für möglich hält. Allerdings stützt sich diese Simulation nur auf etwa fünf Monate Historie, also auf einen sehr kurzen Ausschnitt, der nicht repräsentativ für komplette Marktzyklen ist. Dadurch sind die berechneten Wahrscheinlichkeiten und Spannweiten deutlich weniger verlässlich als bei langen Datenreihen.
Mit rund 96 % liegt der Fokus klar auf Aktien, während ein kleiner Rest als „No data“ ausgewiesen wird. Ein so hoher Aktienanteil bedeutet, dass Renditechancen stark mit Unternehmensgewinnen und Börsenstimmung verknüpft sind und Schwankungen entsprechend deutlicher ausfallen können. Im Vergleich zu typischen globalen Mischungen, die oft einen spürbaren Anleihe- oder Cashanteil enthalten, ist dieses Portfolio eher wachstumsorientiert aufgestellt als risikoabbauend. Das Gold-ETC ist zwar formal nicht in der Aktienquote sichtbar, fungiert aber als Sachwertbeimischung, die sich in manchen Marktphasen anders bewegt. Insgesamt passt die Zuordnung zu der Einstufung als „Balanced“ mit Tendenz zur Aktienseite, allerdings ohne lange Historie zur Bestätigung typischer Volatilitätsmuster.
Sektorenseitig dominiert der Bereich Industrie mit 35 %, dicht gefolgt von Technologie mit 32 %. Energie sowie Telekommunikation sind spürbar vertreten, während andere Sektoren nur geringe Anteile haben. Diese starke Gewichtung in Industrie und Tech passt zu den vielen Verteidigungs- und Luftfahrtwerten sowie großen Technologiekonzernen im Depot. Solche Schwerpunkte können profitieren, wenn Investitionen in Verteidigung, Digitalisierung oder bestimmte Industriezyklen zulegen, sind aber auch anfälliger, wenn genau diese Bereiche unter Druck geraten, etwa durch politische Entscheidungen oder Zinsänderungen. Die Streuung über weitere klassische Defensivsektoren ist eher gering. Da die Daten nur wenige Monate abdecken, lassen sich keine verlässlichen Schlüsse über sektorale Krisenresistenz ziehen.
Geografisch liegt der Schwerpunkt mit etwa 71 % klar auf Nordamerika, während rund 21 % in entwickelte europäische Märkte fließen. Anteile in Asien, Japan und Afrika/Mittlerer Osten sind sehr klein. Im Vergleich zu globalen Indizes, in denen Nordamerika zwar auch dominiert, aber Europa und Asien stärker vertreten sind, ist die USA-Lastigkeit hier noch ausgeprägter. Das kann vorteilhaft sein, wenn nordamerikanische Märkte besonders gut laufen, erhöht aber die Abhängigkeit von einer Region und Währung. Die Europa-Quote wird vor allem durch einzelne Verteidigungs- und Industriewerte getragen. Da der Analysezeitraum kurz ist, zeigen die bisherigen Renditen nur, wie diese Regionalverteilung in genau dieser Marktphase gewirkt hat, nicht wie sie sich typischerweise über Zyklen ausspielt.
Die Marktkapitalisierung verteilt sich stark auf Mega- und Large-Caps, die zusammen rund 80 % ausmachen. Mid-Caps und Small-Caps spielen nur eine Nebenrolle. Große Unternehmen sind oft etablierter, mit breiteren Geschäftsmodellen und höherer Liquidität, was in vielen Marktphasen stabilisierend wirken kann. Kleinere Werte können stärker schwanken, bieten aber auch mehr Spielraum nach oben. In diesem Portfolio stammt der Großteil der potenziellen Dynamik damit von branchenspezifischen und thematischen Schwerpunkten und weniger von einer starken Small-Cap-Neigung. Die Marktkap-Struktur ist insgesamt recht nah an typischen globalen Indizes, was positiv für die Basisdiversifikation ist. Wie sich das langfristig konkret auf Schwankungen auswirkt, lässt sich mit fünf Monaten Daten aber kaum belastbar beurteilen.
Die Look-Through-Analyse deckt gut zwei Drittel des Portfolios ab und zeigt, dass die größten Einzeltitel ausschließlich direkt gehalten werden, ohne nennenswerte Doppelungen über ETFs. Microsoft, Rheinmetall, Broadcom und Alphabet erscheinen jeweils nur einmal, sodass die offensichtliche Konzentration klar im Direktanteil liegt. Über die thematischen Verteidigungs-ETFs kommen zusätzliche Titel wie BAE Systems hinzu, was den Sektor verstärkt, ohne einzelne Namen extrem zu häufen. Da nur die Top-10 der ETFs berücksichtigt werden, ist eine gewisse Untererfassung wahrscheinlich, doch starke versteckte Doppelungen bei den ganz großen Positionen sind hier nicht ersichtlich. Insgesamt bedeutet das: Konzentration entsteht eher durch bewusste Einzelaktienauswahl als durch unbemerkten ETF-Overlap.
Die Risikoanalyse zeigt, dass Rheinmetall bei knapp 12 % Gewicht mehr als ein Viertel der Gesamtrisiken trägt. AeroVironment fällt mit gut 4 % Gewicht und rund 12 % Risikobeitrag ebenfalls stark ins Auge; das Risiko/Weight-Verhältnis ist hier besonders hoch. Microsoft dagegen hat ein moderateres Verhältnis von Risiko zu Gewicht, trägt etwa proportional zu seiner Größe bei. Die drei größten Risikotreiber machen zusammen über die Hälfte der Portfoliovolatilität aus, obwohl sie deutlich weniger als die Hälfte des Kapitals ausmachen. „Risk Contribution“ beschreibt, welcher Titel das Orchester der Schwankungen anführt. In diesem Fall sind es wenige stark schwankungsanfällige Verteidigungswerte, was die Gesamtbewegung des Depots stark prägen kann, besonders in geopolitisch unruhigen Phasen.
Die Korrelationsanalyse identifiziert vor allem eine sehr hohe Parallelität zwischen den beiden MSCI-World-ETFs. Korrelation misst, wie ähnlich sich Kursbewegungen verhalten – eine hohe Korrelation bedeutet, dass die Linien auf dem Chart fast im Gleichschritt laufen. Mehrere breit gestreute Welt-ETFs liefern daher nur begrenzte zusätzliche Diversifikation gegenüber einem einzelnen Pendant, erhöhen aber trotzdem die Anzahl der Positionen im Depot. Bei den restlichen Werten ist aufgrund der thematischen Überlappung im Verteidigungsbereich ebenfalls mit überdurchschnittlichen Gleichläufen zu rechnen, auch wenn sie nicht explizit als „fast identisch“ markiert sind. Da die analysierte Periode sehr kurz ist, können zufällige Muster und einzelne Nachrichtenereignisse die gemessenen Korrelationen jedoch stärker beeinflussen als langfristig üblich.
Dieser Chart zeigt die Efficient Frontier, berechnet auf Basis deiner aktuellen Positionen mit unterschiedlichen Gewichtungen. Er hebt das beste Verhältnis zwischen Risiko und Rendite hervor, basierend auf historischen Daten. "Effiziente" Portfolios maximieren die Rendite für ein gegebenes Risiko oder minimieren das Risiko für eine gegebene Rendite. Portfolios unterhalb der Kurve sind weniger effizient. Diese Grafik dient nur zu Informationszwecken und stellt keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar.
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Im Risiko-Rendite-Diagramm liegt das aktuelle Portfolio deutlich unter der Efficient Frontier. Die Effizienzlinie zeigt für jede mögliche Risikostufe die bestmögliche Rendite, die sich allein durch Umgewichtung der bestehenden Positionen erreichen ließe. Der Sharpe Ratio von 0,25 signalisiert, dass pro Einheit eingegangenes Risiko relativ wenig Überschussrendite über den risikofreien Zins erzielt wurde, während die optimierte Variante einen deutlich höheren Sharpe-Wert ausweist. Der Unterschied von rund 58,6 Prozentpunkten zur Frontier stellt eine beachtliche Lücke dar. Allerdings ist auch hier zu betonen: Die gesamte Optimierung stützt sich auf nur fünf Monate Vergangenheitsdaten. In so kurzer Zeit kann sich das „optimale“ Bild durch Zufallsschwankungen stark verzerren und spiegelt nicht zwingend ein langfristig robustes Gleichgewicht wider.
Die ausgewiesene Gesamtrendite aus Dividenden liegt mit etwa 0,27 % recht niedrig, was zu den dominierenden Wachstums- und Verteidigungstiteln passt. Einziger klarer Ertragsschwerpunkt ist der Energie-ETF mit einem Dividendenprofil von knapp 2,9 %, während beispielsweise Rheinmetall eine eher geringe Ausschüttungsrendite ausweist. Für ein Portfolio, das stark auf Kurschancen setzt, ist eine niedrige laufende Ausschüttung nicht ungewöhnlich. Dividenden wirken wie ein kleiner Zinsfluss, sind aber nur ein Teil der Gesamtrendite, zu der auch Kursgewinne gehören. Die kurze Beobachtungsdauer erlaubt jedoch keine Aussage darüber, wie stabil oder verlässlich diese Ausschüttungen über unterschiedliche Marktphasen hinweg sein werden, insbesondere bei Sektoren, die stark von Energiepreisen oder Verteidigungsbudgets abhängen.
Die laufenden Kosten der ETFs fallen mit einer durchschnittlichen TER von 0,06 % für das Gesamtportfolio sehr niedrig aus. TER, also Total Expense Ratio, ist die jährliche Gebühr in Prozent des Fondsvermögens, ähnlich einer Servicepauschale. Einzelne Bausteine wie der Nasdaq-100-ETF liegen zwar etwas höher, werden aber durch sehr günstige Welt-ETFs überkompensiert. Niedrige Kosten sind ein klarer Pluspunkt, weil sie Jahr für Jahr weniger Rendite „auffressen“ und sich der Unterschied langfristig spürbar aufs Endvermögen auswirken kann. In Kombination mit der hohen Aktienquote bedeutet das: Ein großer Teil der erzielten Bruttorendite kommt tatsächlich bei Dir an. Auch wenn die Historie kurz ist, ändert das nichts an der strukturellen Kostenvorteilhaftigkeit.
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