Roast-Modus 🔥

Diese Amundi Dreierkette ist simpel solide aber latent europa-verliebt und leicht leistungsscheu

Bericht erstellt am 06.05.2026

Risikoprofil Info

4/7
Ausgewogen
Less risk More risk

Diversifikationsprofil Info

4/5
Broadly Diversified
Less diversification More diversification

Positionen

Die Zusammensetzung wirkt wie langweiliges Fastfood: drei ETFs, 50/25/25 draufgeklatscht und fertig. Formal ist das zwar „diversifiziert“, praktisch dominiert aber ein einziger Europa-ETF die Show. Der globale Baustein sitzt mit 25 % in der Ecke und darf so tun, als würde er die Welt abdecken, wird aber vom Europa-Brocken halbwegs neutralisiert. Emerging Markets sind ordentlich vertreten, aber eher nach dem Motto „ein Eimer reicht schon“. Insgesamt ist das kein Chaos, eher eine etwas schiefe Konstruktion: stabil, aber optisch und logisch nicht wirklich elegant. Wer die Allokation anschaut, sieht eher Pragmatismus als Konzept.

Wachstum Info

Historisch hat das Depot aus 1.000 € immerhin 1.540 € gemacht, also 9,75 % pro Jahr – nicht peinlich, aber eben auch nicht glänzend. Der globale Markt lag fast 1 Prozentpunkt drüber, der US-Markt knapp 3 Prozentpunkte. Du hast also bewusst auf das stärkere Pferd verzichtet und dafür die etwas bravere Europa- und EM-Mischung genommen. Die maximale Delle von -17,5 % war milder als bei den Benchmarks, aber erkauft mit geringerer Rendite. Klassischer „Ich will nicht zu viel wehtun, nehme aber auch weniger mit“-Move. Und 16 Tage machen 90 % der Rendite – Markttiming wäre hier wie Lotto spielen mit Augenbinde.

Prognose Info

Die Monte-Carlo-Simulation ist im Prinzip ein Haufen zufälliger Kursverläufe, die durch den Rendite- und Risiko-Charakter der Vergangenheit gejagt werden – wie 1.000 alternative Zeitlinien für Dein Depot. Median nach 15 Jahren: 2.616 € aus 1.000 €, also nett, aber kein Lambo-Geld. Die Spanne von 914 € bis 7.748 € zeigt: alles zwischen „meh“ und „wow“ ist drin. Simulierte 7,87 % p.a. wirken solide, aber das Ganze bleibt ein Wetterbericht für die nächsten 15 Jahre: grobe Richtung ja, exakter Pfad nein. Sicher ist nur: das Portfolio ist klar aktienlastig, also bleibt es ein Gefühls-Achterbahn-Projekt.

Anlageklassen Info

  • Aktien
    100%

100 % Aktien, null alles andere – hier gibt’s nur Vollgas oder gar nicht. Keine Anleihen, keine Cash-Quote, keine „Airbags“. Das ist wie ein Auto ohne Bremsassistent: funktioniert super, solange die Straße trocken ist. In Phasen mit Stress an den Märkten gibt es hier keinerlei eingebauten Puffer, alles hängt am Aktienmarkt. Vorteil: kein Verwässern der Renditechance. Nachteil: jede Stimmungsschwankung der Börsen landet ungefiltert im Depot. Für ein angeblich „ausgeglichenes“ Risikoprofil wirkt das schon eher wie die sportliche Variante, nur eben in sehr breit gestreuter Aktienform.

Branchen Info

  • Finanzen
    21%
  • Technologie
    20%
  • Industriegüter
    15%
  • Gesundheitswesen
    9%
  • Zyklische Konsumgüter
    8%
  • Basiskonsumgüter
    6%
  • Telekommunikation
    6%
  • Energie
    5%
  • Grundstoffe
    5%
  • Versorgungsunternehmen
    4%
  • Immobilien
    1%

Sektorverteilung: 21 % Finanzen, 20 % Tech, dann Industrials und der Rest in ordentlichen Häppchen – das sieht nach Index-Baukasten aus, nicht nach genialem Masterplan. Finanz- und Tech-Schwerpunkt bedeutet: stark abhängig davon, dass Banken halbwegs klar kommen und Tech nicht komplett vom Hype in die Depression rutscht. Positiv: kein Extrem wie „alles Tech“ oder „nur Old Economy“. Negativ: auch keine wirklich eigenständige Aussage – einfach der Durchschnitt mit Europa-Ton. Die Energie- und Utilities-Anteile sind klein, also relativ wenig Stabilisatoren aus den langweiligeren Ecken. Es ist ein Buffet-Teller, kein gezielt zusammengestelltes Menü.

Regionen Info

  • Europa
    53%
  • Nordamerika
    19%
  • Asien
    11%
  • Asien Schwellenländer
    10%
  • Afrika/Mittlerer Osten
    2%
  • Lateinamerika
    2%
  • Japan
    2%
  • Europa Schwellenländer
    1%
  • Australasia
    1%

Geografisch schreit das Depot: „Europa-Ersti, der langsam global wird.“ 53 % entwickeltes Europa, Nordamerika mit 19 % eher als Pflichtfach drin, der Rest brav über Asien, EM und den Rest der Welt verteilt. Die Weltgewichte sehen anders aus; hier drückt Europa klar den Daumen drauf. Das wirkt, als hätte jemand Global ETFs entdeckt, aber den Heimatmarkt emotional nicht loslassen wollen. Ergebnis: hübsch international aussehend, faktisch aber ein leicht euro-zentriertes Weltbild. Immerhin gibt es echte EM-Anteile und nicht nur Alibi-Asien, also kein kompletter Heimat-Kokon – nur eben ein etwas lauter Europa-Akzent.

Marktkapitalisierung Info

  • Sehr groß
    51%
  • Groß
    33%
  • Mittel
    14%

Die Marktkapitalisierung ist ziemlich „Mainstream-Index“: rund die Hälfte Mega-Caps, ein Drittel Large-Caps, ein relativ kleiner Mid-Cap-Block und praktisch kein Small-Cap-Experiment. Übersetzt: Du fährst mit den ganz großen Tankschiffen und ein paar mittelgroßen Fähren, aber kaum mit wendigen Speedbooten. Das reduziert das Drama, aber nimmt auch etwas von der Fantasie weg, dass kleine Perlen Großes leisten. Es ist die typische ETF-Konsequenz: du bekommst den Markt, nicht die Heldengeschichten. Gut: keine heimliche Wette auf illiquide Zwergwerte. Weniger gut: Null bewusstes Spiel mit der Unternehmensgröße als Renditequelle.

True holdings Info

  • Taiwan Semiconductor Manufacturing Co. Ltd.
    3,06%
    Teil von Fonds:
    • Amundi Prime Emerging Markets UCITS ETF DR (C)
  • ASML Holding N.V.
    1,80%
    Teil von Fonds:
    • Amundi Stoxx Europe 600 UCITS ETF C EUR
  • NVIDIA Corporation
    1,24%
    Teil von Fonds:
    • Amundi Prime Global UCITS ETF Acc EUR
  • Samsung Electronics Co Ltd
    1,19%
    Teil von Fonds:
    • Amundi Prime Emerging Markets UCITS ETF DR (C)
  • Apple Inc
    1,14%
    Teil von Fonds:
    • Amundi Prime Global UCITS ETF Acc EUR
  • AstraZeneca PLC
    1,08%
    Teil von Fonds:
    • Amundi Stoxx Europe 600 UCITS ETF C EUR
  • Novartis AG
    1,03%
    Teil von Fonds:
    • Amundi Stoxx Europe 600 UCITS ETF C EUR
  • HSBC Holdings PLC
    0,99%
    Teil von Fonds:
    • Amundi Stoxx Europe 600 UCITS ETF C EUR
  • Roche Holding AG
    0,99%
    Teil von Fonds:
    • Amundi Stoxx Europe 600 UCITS ETF C EUR
  • Shell plc
    0,96%
    Teil von Fonds:
    • Amundi Stoxx Europe 600 UCITS ETF C EUR
  • Top 10 gesamt 13,47%

In den Top-Exposures tauchen die üblichen Verdächtigen auf: TSMC, ASML, NVIDIA, Apple, Samsung – die Tech-Giganten sitzen schön doppelt und dreifach in verschiedenen ETFs. Die Überlappung ist real, auch wenn nur Top-10-Daten genutzt werden, der Rest darunter bleibt im Nebel. Das heißt: die vermeintlich drei Bausteine sind im Kern ein großer globaler Aktienbrei mit denselben Stars in der ersten Reihe. Von echter „drei völlig unterschiedliche Wetten“-Struktur kann keine Rede sein. Die Überdeckung ist nicht dramatisch, aber sie killt jede Illusion, hier wäre superfein abgestimmte Diversifikation am Werk. Es ist eher einmal Markt, dreimal serviert.

Risikobeitrag Info

  • Amundi Stoxx Europe 600 UCITS ETF C EUR
    Gewicht: 50,00%
    50,5%
  • Amundi Prime Emerging Markets UCITS ETF DR (C)
    Gewicht: 25,00%
    25,4%
  • Amundi Prime Global UCITS ETF Acc EUR
    Gewicht: 25,00%
    24,1%

Beim Risikobeitrag ist es herrlich langweilig: Europa-ETF hat 50 % Gewicht und liefert ca. 50 % Risiko, EM mit 25 % Gewicht bringt rund 25 % Risiko, globaler ETF liegt knapp drunter. Keine heimliche 5-%-Position, die 30 % des Zitterns verursacht – alles so brav proportional, dass Risikomanagement-Profis fast einschlafen. Das ist für Stabilität gar nicht schlecht, aber eben null spannend. Spannend wäre, wenn ein kleiner Baustein überproportional knallt oder beruhigt. Hier ist jeder Stein ungefähr so nervig, wie er groß ist. Die Top 3 machen 100 % des Risikos, weil es halt nur diese 3 gibt.

Risiko vs. Rendite

Dieser Chart zeigt die Efficient Frontier, berechnet auf Basis deiner aktuellen Positionen mit unterschiedlichen Gewichtungen. Er hebt das beste Verhältnis zwischen Risiko und Rendite hervor, basierend auf historischen Daten. "Effiziente" Portfolios maximieren die Rendite für ein gegebenes Risiko oder minimieren das Risiko für eine gegebene Rendite. Portfolios unterhalb der Kurve sind weniger effizient. Diese Grafik dient nur zu Informationszwecken und stellt keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar.

Klicke auf die farbigen Punkte, um Gewichtungen zu erkunden.

In der Risiko-Rendite-Ecke kommt die Überraschung: das Portfolio liegt praktisch auf der effizienten Frontier. Die Sharpe-Ratio – also Rendite pro Einheit Nervenkitzel – ist mit 0,59 zwar unter dem Maximum von 0,73, aber der Abstand ist nicht peinlich. Sogar die Minimal-Varianz-Variante bringt kaum weniger Risiko und etwas mehr Sharpe, was heißt: mit diesen drei Bausteinen ist nicht mehr wahnsinnig viel zu holen durch reines Umgewichte-Schieben. Für ein so simpel gestricktes ETF-Dreieck ist das erstaunlich effektiv. Man könnte fast glauben, hier war Absicht im Spiel – oder extrem viel Glück bei einer sehr simplen Wahl.

Laufende Produktkosten Info

  • Amundi Stoxx Europe 600 UCITS ETF C EUR 0,07%
  • Amundi Prime Emerging Markets UCITS ETF DR (C) 0,10%
  • Gewichtete Gesamtkosten (pro Jahr) 0,06%

Bei den Kosten ist das Ganze fast beleidigend günstig: 0,07 % und 0,10 % TER, Gesamt-TER von 0,06 %. Das ist so niedrig, dass man sich fragt, wo der Haken ist – Spoiler: es ist einfach nur langweilige Indexbilligware. Du zahlst quasi Fastfood-Preise und bekommst immerhin solides Buffet. Kein unnötiger Schnickschnack, keine „Smart Beta“-Story mit dicken Gebühren. Etwas Roast muss sein: bei so niedrigen Kosten hast du keinen Ausreden-Bonus mehr – wenn die Performance hinterherhinkt, liegt es nicht an den Gebühren, sondern an der schlichten, leicht euro-verliebten Konstruktion. Gebührenmanagement: versehentlich sehr gut.

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