Das Portfolio besteht zu 100 % aus Aktien-ETFs und ist mit drei Bausteinen bewusst schlicht aufgebaut. Rund 55 % liegen in einem globalen ETF, 25 % in Schwellenländern und 20 % im breiten europäischen Aktienindex. Dadurch entsteht eine klare Struktur aus einem weltweiten Kern mit zwei gezielten Ergänzungen. Wichtig ist: drei Positionen bedeuten wenig Komplexität, aber alle Schwankungen stammen komplett aus Aktienmärkten. Das Portfolio ist damit eher wachstumsorientiert und reagiert spürbar auf Börsenbewegungen. Die Gewichtung zeigt außerdem eine gewisse Betonung von Global- und Emerging-Markets-Anteilen im Vergleich zu vielen klassischen Mischportfolios, die noch Anleihen enthalten würden.
Über den Zeitraum von Herbst 2021 bis Mai 2026 wäre ein Einsatz von 1.000 € auf 1.576 € gewachsen. Die jährliche Durchschnittsrendite (CAGR – so etwas wie deine „durchschnittliche Reisegeschwindigkeit“) liegt bei 10,29 %. Damit lag das Portfolio leicht unter dem globalen Markt und etwas deutlicher unter dem US-Markt, war aber auch etwas weniger stark im Maximum nach unten betroffen als diese Benchmarks. Der maximale Rückgang betrug -19,46 %, mit etwa zwei Monaten bis zum Tief und fünf Monaten bis zur Erholung. Bemerkenswert: 90 % der Rendite stammen aus nur 18 sehr guten Tagen – ein typisches Muster bei Aktien, das zeigt, wie stark einzelne Tage das Gesamtbild prägen.
Die Monte-Carlo-Simulation nutzt historische Daten, mischt viele mögliche zukünftige Pfade zufällig durch und schätzt so ein Spektrum denkbarer Ergebnisse. Für 15 Jahre ergibt sich ein Medianwert von etwa 2.890 € aus 1.000 € Startkapital, also der „mittlere“ Pfad über alle Simulationen. Die Spannweite ist breit: In 50 % der Fälle liegen die Ergebnisse zwischen rund 1.846 € und 4.204 €, extreme Szenarien reichen von etwa Kapitalerhalt bis zu deutlich höheren Werten. Die geschätzte durchschnittliche Jahresrendite über alle Läufe liegt bei 8,17 %. Wichtig: Das sind keine Prognosen, sondern Rechenexperimente auf Basis der Vergangenheit – tatsächliche Entwicklungen können deutlich abweichen.
Mit 100 % Aktien ist die Vermögensstruktur sehr klar: es gibt keine Anleihen, kein Cash und keine alternativen Anlagen. Das bedeutet, dass das Portfolio vollständig an der Entwicklung der Aktienmärkte hängt und keinen eingebauten Puffer aus weniger schwankungsanfälligen Anlageklassen hat. In vielen globalen Vergleichsindizes werden Anleihen und andere Anlageklassen beigemischt; hier liegt der Fokus dagegen konsequent auf langfristigem Wachstumspotenzial. Damit sind starke Aufwärtsphasen gut nutzbar, in schwächeren Marktphasen fehlen aber dämpfende Elemente. Diese reine Aktienausrichtung passt gut zu einer einfachen, transparenten Struktur, macht das Portfolio aber auch spürbar beweglicher.
Sektorenseitig ist der größte Block Technologie mit 26 %, gefolgt von Finanzwerten mit 18 % und Industrietiteln mit 12 %. Konsumnahe Bereiche, Gesundheit, Telekommunikation und andere Sektoren verteilen sich ausgewogen dahinter, sodass kein einzelner Bereich völlig dominiert. Im Vergleich zu vielen globalen Benchmarks erscheint der Technologieanteil etwas erhöht, was tendenziell zu höheren Schwankungen führen kann, insbesondere in Phasen steigender Zinsen oder regulatorischer Unsicherheit. Gleichzeitig ermöglicht der breite Mix – inklusive Energie, Grundstoffe, Versorger und Immobilien – eine solide Streuung über unterschiedliche Konjunkturzyklen. Insgesamt ist das Sektorbild gut diversifiziert und ähnelt stark einem globalen Aktienkorb mit moderatem Tech-Schwerpunkt.
Geografisch ist das Portfolio deutlich global aufgestellt: 41 % entfallen auf Nordamerika, 28 % auf entwickeltes Europa und zusammen 26 % auf entwickelte und aufstrebende asiatische Märkte einschließlich Japan. Kleinere Anteile in Afrika/Nahost, Lateinamerika, Australasia und Emerging Europe runden das Bild ab. Im Vergleich zu klassischen Weltindizes ist Nordamerika etwas geringer gewichtet, während Europa und Schwellenländer relativ stärker vertreten sind. Das reduziert die Abhängigkeit von einem einzelnen Wirtschaftsraum und verteilt politische, wirtschaftliche und währungsbedingte Risiken breiter. Diese Verteilung ist gut mit globalen Standards vereinbar und bietet eine solide geografische Diversifikation über viele Regionen hinweg.
Nach Marktkapitalisierung dominieren Mega- und Large-Caps mit zusammen 85 %, während Mid-Caps 14 % ausmachen. Mega-Caps sind die größten börsennotierten Unternehmen der Welt; sie tendieren oft zu stabileren Geschäftsmodellen und höherer Liquidität. Eine solche Struktur ähnelt stark klassischen Weltindizes, die ebenfalls stark von sehr großen Unternehmen geprägt werden. Der beigemischte Mid-Cap-Anteil bringt etwas zusätzliche Dynamik, ohne die Gesamtstruktur zu stark zu verändern. In der Praxis bedeutet das, dass ein Großteil der Portfoliobewegung von bekannten, globalen Konzernen getrieben wird, während mittelgroße Unternehmen für etwas mehr Wachstums- und Schwankungspotenzial sorgen.
Die Look-Through-Betrachtung zeigt, dass große Einzeltitel wie Taiwan Semiconductor, NVIDIA, Apple, Microsoft und Amazon zu den wichtigsten indirekten Positionen gehören. Diese Werte tauchen in mehreren ETFs auf, wodurch ein gewisser versteckter Konzentrationseffekt entsteht: Ein Unternehmen kann über verschiedene Fonds zusammen einen größeren Anteil haben, als es auf den ersten Blick scheint. Insgesamt decken die Top-10-Holdings aber nur etwa ein Viertel des Portfolios ab, da die meisten Bestandteile jenseits der Toplisten liegen. Dadurch bleibt die Streuung breit. Zu beachten ist, dass Überlappungen unterschätzt werden können, weil nur die jeweils größten Einzeltitel der ETFs berücksichtigt sind und nicht das gesamte Universum.
Die Risikobeiträge der drei ETFs liegen sehr nah an ihren Gewichten: Der globale ETF trägt rund 57 % zum Gesamtrisiko bei, bei 55 % Gewicht. Die Emerging Markets liegen bei knapp 25 % Risikoanteil gegenüber 25 % Gewicht, Europa bei etwa 18 % Risikoanteil gegenüber 20 %. Das zeigt, dass keine der Positionen im Verhältnis überproportional viel Volatilität ins Portfolio bringt. Risk Contribution beschreibt, welcher Anteil der Gesamtbewegung von welcher Position stammt – ähnlich wie laute und leise Instrumente in einem Orchester. Hier sind alle drei „Instrumente“ relativ ausgewogen. Die Konzentration auf nur drei Bausteine bedeutet dennoch, dass jede Änderung der Gewichtung die Gesamtrisiken spürbar verändert.
Dieser Chart zeigt die Efficient Frontier, berechnet auf Basis deiner aktuellen Positionen mit unterschiedlichen Gewichtungen. Er hebt das beste Verhältnis zwischen Risiko und Rendite hervor, basierend auf historischen Daten. "Effiziente" Portfolios maximieren die Rendite für ein gegebenes Risiko oder minimieren das Risiko für eine gegebene Rendite. Portfolios unterhalb der Kurve sind weniger effizient. Diese Grafik dient nur zu Informationszwecken und stellt keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar.
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In der Risiko-Rendite-Betrachtung liegt das Portfolio sehr nahe an der effizienten Frontier. Die Effizienzlinie zeigt die beste erreichbare Rendite für jedes Risikoniveau, wenn man nur die bestehenden Bausteine unterschiedlich gewichtet. Mit einer Sharpe Ratio von 0,62 liegt das aktuelle Portfolio etwas unter dem Maximum von 0,73, aber im Bereich einer insgesamt gut ausbalancierten Struktur. Die minimale Varianzlösung ist nur geringfügig weniger riskant und hat eine ähnlich hohe Sharpe Ratio. Das bestätigt, dass die aktuelle Mischung aus globalem Kern, Schwellenländern und Europa für das eingegangene Risiko sehr ordentlich aufgestellt ist und keine groben Ungleichgewichte im Verhältnis von Schwankung zu erwarteter Rendite aufweist.
Die laufenden Kosten des Portfolios sind sehr niedrig: Die gewichtete Gesamtkostenquote (TER) liegt bei etwa 0,04 % pro Jahr. Das ist deutlich unter dem Niveau vieler aktiv gemanagter Fonds und sogar im unteren Bereich typischer Index-ETF-Kosten. TER bedeutet „Total Expense Ratio“ und beschreibt die jährlichen Verwaltungskosten des Fonds im Verhältnis zum investierten Vermögen. Langfristig wirken schon Zehntelprozentpunkte wie Reibung: Jeder Prozentpunkt weniger Kosten bleibt als Rendite im Portfolio. In diesem Fall sind die Kosten so gering, dass sie die langfristige Entwicklung nur minimal bremsen. Das ist ein klarer Pluspunkt und eine starke Grundlage für effizienten Vermögensaufbau.
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